Schauen Sie an einem klaren Abend nach oben. Sie sehen Sterne. Abertausende. Aber das ist nur die Spitze des kosmischen Eisbergs. Unser Stern, die Sonne? Nur einer von Hunderten Milliarden in unserer Heimatgalaxie, der Milchstraße. Doch selbst unsere Galaxie ist nicht allein. Weit gefehlt. Sie ist Teil einer riesigen, faszinierenden kosmischen Familie: der Lokalen Gruppe. Die Erforschung der Galaxien der Lokalen Gruppe ist wie ein Blick in unseren kosmischen Vorgarten. Es geht darum, unsere Nachbarn kennenzulernen, ihre Lebensweise zu verstehen und herauszufinden, was die Zukunft für uns alle bereithält.
Dieses galaktische Ballungsgebiet ist ein gewaltiger Raum, der sich über rund 10 Millionen Lichtjahre erstreckt. Was es zusammenhält, ist die unsichtbare, aber unvorstellbar mächtige Kraft der Schwerkraft. Hier tanzen Galaxien miteinander, prallen aufeinander und verschmelzen manchmal sogar. Es ist ein dynamischer Ort, und die Geschichte unserer Milchstraße ist untrennbar mit ihm verbunden.
Mehr aus Großräumige kosmische Strukturen Kategorie
Wie halten Galaxienhaufen zusammen
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Unsere kosmische Heimat: Die Lokale Gruppe ist ein Galaxienhaufen, der mehr als 80 bekannte Galaxien umfasst, einschließlich unserer eigenen Milchstraße.
- Die Herrscher der Gruppe: Zwei riesige Spiralgalaxien, die Andromeda-Galaxie (M31) und unsere Milchstraße, dominieren die Lokale Gruppe und halten die kleineren Galaxien gravitativ in ihrem Bann.
- Ein dritter im Bunde: Die Dreiecks-Galaxie (M33) ist die drittgrößte Galaxie und die einzige weitere „normale“ Spiralgalaxie in der Gruppe.
- Zwerge über Zwerge: Die überwältigende Mehrheit der Mitglieder sind kleine, leuchtschwache Zwerggalaxien, die als Satelliten um die größeren Galaxien kreisen.
- Kollisionskurs: Die Andromeda-Galaxie und die Milchstraße bewegen sich mit einer Geschwindigkeit von über 400.000 Kilometern pro Stunde aufeinander zu und werden in etwa 4,5 Milliarden Jahren kollidieren und zu einer riesigen elliptischen Galaxie verschmelzen.
Was genau ist eigentlich unsere kosmische Nachbarschaft?
Stellen Sie sich unsere Galaxie, die Milchstraße, wie eine Stadt vor. Ihre Heimatstadt. Aber diese Stadt steht nicht allein in der Wüste. Sie ist Teil eines ganzen Landkreises, voll mit anderen Städten und unzähligen kleinen Dörfern. Genau das ist die Lokale Gruppe. Es ist eine Ansammlung von Galaxien, die durch ihre gegenseitige Anziehungskraft aneinander gefesselt sind. Der Raum zwischen ihnen ist nicht leer, sondern mit einem dünnen, heißen Gas gefüllt. Und das Ganze wird von einem gigantischen Halo aus unsichtbarer Dunkler Materie zusammengehalten.
Astronomisch gesehen ist die Lokale Gruppe eher bescheiden. Es gibt weitaus größere Galaxienhaufen, sogenannte „Cluster“, die Tausende von Galaxien beherbergen können. Unsere Gruppe ist eine eher ländliche Gemeinde im Vergleich zu den riesigen Metropolen des Universums. Dennoch ist sie für uns von unschätzbarem Wert. Warum? Weil sie die einzige Ansammlung von Galaxien ist, die wir mit heutiger Technik so unglaublich detailliert studieren können. Jede Galaxie hier ist ein Labor, um die Geheimnisse der Sternentstehung, der Galaxienentwicklung und der rätselhaften Dunklen Materie zu lüften.
Wer sind die Giganten in unserer kosmischen WG?
Jede Gemeinschaft hat ihre Anführer. In der Lokalen Gruppe ist das nicht anders. Zwei absolute Giganten dominieren das Geschehen. Diese beiden Spiralgalaxien machen den Löwenanteil der Masse aus und sind die gravitativen Anker, um die sich fast alles dreht. Und dann ist da noch ein dritter im Bunde – kleiner, aber oho.
Ist die Andromeda-Galaxie wirklich unser großer Bruder?
Das kann man wohl so sagen. Die Andromeda-Galaxie, auch Messier 31 (M31) genannt, ist die unangefochtene Königin der Lokalen Gruppe. Sie ist die größte und massereichste Galaxie in unserer Nachbarschaft, etwa 2,5 Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Mit einem Durchmesser von über 220.000 Lichtjahren ist sie fast doppelt so groß wie unsere Milchstraße und beherbergt schätzungsweise eine Billion Sterne – ebenfalls rund doppelt so viele wie unsere Heimatgalaxie.
An einem wirklich dunklen Ort, fernab der städtischen Lichter, kann man Andromeda sogar mit bloßem Auge sehen. Ein schwacher, verschwommener Fleck am Himmel. Dieses Licht war bereits unterwegs, als auf der Erde die ersten menschlichen Vorfahren ihre Schritte taten. Ein Blick auf Andromeda ist also eine Zeitreise in die ferne Vergangenheit. Ihre prachtvollen Spiralarme und der helle, dichte Kern machen sie zu einem der beliebtesten Fotomotive am Nachthimmel.
Und wo stehen wir, die Milchstraße, in diesem Gefüge?
Unsere Heimat, die Milchstraße, ist die zweite große Spiralgalaxie in der Gruppe. Sie mag etwas kleiner sein als Andromeda, aber sie ist alles andere als ein Zwerg. Sie ist eine sogenannte Balkenspiralgalaxie. Das bedeutet, ihr Zentrum ist keine Kugel, sondern eine längliche Sternenstruktur, die wie ein Balken aussieht. Von diesem Balken winden sich die beeindruckenden Spiralarme nach außen, in denen unzählige Sterne geboren werden und wieder vergehen.
Wir selbst befinden uns in einem dieser Arme, dem Orion-Arm, ungefähr 27.000 Lichtjahre vom galaktischen Zentrum entfernt. Von hier aus ist es schwierig, den Überblick zu behalten. Es ist, als würde man versuchen, den Plan einer ganzen Stadt zu zeichnen, während man auf einem einzigen Platz steht. Trotzdem haben Astronomen durch akribische Beobachtungen ein erstaunlich klares Bild unserer Heimat gezeichnet. Sie ist ein Ort voller Leben, mit brodelnden Sternentstehungsgebieten, uralten Sternhaufen und einem supermassereichen Schwarzen Loch in ihrem Herzen.
Spielt die Dreiecks-Galaxie nur die dritte Geige?
Die Dreiecks-Galaxie (Messier 33 oder M33) ist das drittgrößte Mitglied und die einzige andere „klassische“ Spiralgalaxie hier. Mit einem Durchmesser von etwa 60.000 Lichtjahren ist sie ein gutes Stück kleiner als die Milchstraße und Andromeda. Sie ist etwa 3 Millionen Lichtjahre von uns entfernt und könnte ein gravitativer Begleiter der riesigen Andromeda-Galaxie sein.
Was M33 an Größe fehlt, macht sie durch ihre schiere Vitalität wett. Diese Galaxie ist eine wahre Sternenfabrik. Sie ist übersät mit leuchtend rosa und roten Flecken – riesige Wolken aus ionisiertem Wasserstoff, in denen massenhaft neue, heiße Sterne entstehen. Eine dieser Regionen, NGC 604, ist eine der gewaltigsten Sternenwiegen in der gesamten Lokalen Gruppe. M33 zeigt uns also, wie Galaxien jung und dynamisch bleiben.
Was tummelt sich sonst noch in der Lokalen Gruppe?
Neben den „Großen Drei“ wimmelt es in der Lokalen Gruppe nur so von Zwerggalaxien. Diese kleinen, leuchtschwachen Sternensysteme sind der häufigste Galaxientyp im Universum, aber sie verstecken sich gut. Man kann sie sich wie die unzähligen kleinen Dörfer vorstellen, die die großen Städte unseres kosmischen Landkreises umgeben. Es gibt Dutzende von ihnen, und immer wieder werden neue entdeckt. Sie haben die unterschiedlichsten Formen, von unregelmäßigen Haufen bis hin zu kleinen, kugelförmigen Objekten.
Kennen Sie die Magellanschen Wolken?
Die berühmtesten Begleiter unserer Milchstraße sind ohne Zweifel die Große und die Kleine Magellansche Wolke. Von der Südhalbkugel aus kann man sie leicht als zwei neblige Flecken am Himmel erkennen. Es sind keine echten Wolken, sondern irreguläre Zwerggalaxien, die uns in relativ geringem Abstand umkreisen.
- Die Große Magellansche Wolke (GMW): Etwa 160.000 Lichtjahre entfernt, ist sie ein Ort wilder Sternentstehung. Hier befindet sich der berühmte Tarantelnebel, eine Sternenwiege, die so aktiv ist, dass sie nachts Schatten werfen würde, wenn sie so nah wäre wie unser Orionnebel.
- Die Kleine Magellansche Wolke (KMW): Mit 200.000 Lichtjahren etwas weiter entfernt und kleiner, wurde ihre Form wahrscheinlich durch die Schwerkraft der Milchstraße und der GMW stark verzerrt.
Ein Strom aus Gas und Sternen verbindet diese beiden Galaxien miteinander und mit der Milchstraße. Sie sind ein Paradebeispiel für galaktische Interaktion und werden in einigen Milliarden Jahren von unserer Milchstraße vollständig verschluckt.
Gibt es noch mehr Zwerggalaxien, die um uns kreisen?
Oh ja, Dutzende! Die Milchstraße hat eine Gefolgschaft von mindestens 50 bekannten Satellitengalaxien, und die Liste wächst stetig. Die meisten sind viel kleiner und blasser als die Magellanschen Wolken. Hier sind ein paar der bemerkenswertesten:
- Die Sagittarius-Zwerggalaxie: Diese Galaxie wird gerade von den Gezeitenkräften der Milchstraße in Stücke gerissen. Ihre Sterne ziehen wie lange Bänder durch den Halo unserer Galaxie.
- Die Canis-Major-Zwerggalaxie: Sie ist uns am nächsten, obwohl einige Astronomen debattieren, ob sie wirklich eine eigenständige Galaxie ist. Auch sie wird gerade von der Milchstraße kannibalisiert.
- Ursa Minor-, Draco- und Sextans-Zwerggalaxien: Das sind Beispiele für sphäroidale Zwerggalaxien. Sie sind sehr alt, bilden kaum noch neue Sterne und bestehen hauptsächlich aus alten, rötlichen Sternen.
Diese winzigen Galaxien zu finden, ist extrem schwierig. Sie sind wie Geister. Ihre wenigen Sterne heben sich kaum vom Sternenteppich unserer eigenen Galaxie ab. Astronomen spüren sie auf, indem sie nach subtilen Sternenhaufen suchen, die sich alle gemeinsam durch den Raum bewegen.
Hat Andromeda auch eine eigene Gefolgschaft?
Aber sicher. Genau wie die Milchstraße hat auch Andromeda ihr eigenes System von Satellitengalaxien – sogar noch mehr als wir, über 30 sind bekannt. Die beiden hellsten, Messier 32 (M32) und Messier 110 (M110), kann man schon in kleinen Teleskopen in der Nähe der Hauptgalaxie erkennen. M32 ist eine kompakte elliptische Zwerggalaxie, vielleicht der nackte Kern einer größeren Galaxie, deren äußere Hüllen von Andromeda gestohlen wurden. M110 ist eine sphäroidale Zwerggalaxie, die untypischerweise noch Anzeichen von Staub und junger Sternentstehung zeigt. Indem wir Andromedas Satelliten mit unseren vergleichen, lernen wir die Regeln des galaktischen Zusammenlebens.
Wie ist diese galaktische Familie überhaupt strukturiert?
Die Lokale Gruppe ist kein chaotischer Haufen. Sie hat eine klare Struktur, die man sich grob wie eine Hantel vorstellen kann. An einem Ende liegt die Milchstraßen-Untergruppe, mit uns und all unseren Satelliten. Millionen von Lichtjahren entfernt, am anderen Ende, befindet sich die Andromeda-Untergruppe mit ihrer Hauptgalaxie und ihrem Gefolge. Diese beiden Gruppen sind die Schwergewichte und bewegen sich unaufhaltsam aufeinander zu. Dazwischen schweben die meisten anderen, unabhängigeren Zwerggalaxien, wie die Dreiecks-Galaxie. Diese Struktur ist nicht für die Ewigkeit; sie ist ein dynamisches System, das sich unter dem unerbittlichen Einfluss der Schwerkraft ständig wandelt.
Steht uns eine kosmische Kollision bevor?
Ja, absolut. Es ist eines der spektakulärsten zukünftigen Ereignisse, die wir mit Sicherheit vorhersagen können. Die beiden größten Galaxien der Lokalen Gruppe, Andromeda und die Milchstraße, rasen mit etwa 110 Kilometern pro Sekunde (fast 400.000 km/h) aufeinander zu. Wir wissen das durch die Messung der sogenannten Blauverschiebung im Licht von Andromeda. Anders als bei den meisten Galaxien, die sich durch die Expansion des Universums von uns entfernen (Rotverschiebung), kommt uns Andromeda entgegen.
In rund 4,5 Milliarden Jahren wird diese kosmische Jagd zu Ende sein. Die beiden Galaxien werden beginnen, miteinander zu verschmelzen.
Was passiert, wenn zwei Galaxien kollidieren?
Das Wort „Kollision“ ist ein wenig irreführend. Es klingt nach einem gewaltigen Crash, aber die Wahrscheinlichkeit, dass zwei Sterne tatsächlich zusammenstoßen, ist praktisch null. Der leere Raum zwischen den Sternen ist einfach zu gewaltig.
Was jedoch kollidiert, sind die riesigen Schwerkraftfelder. Während der ersten Annäherung werden immense Gezeitenkräfte an beiden Galaxien zerren und ihre Spiralstrukturen in lange Schweife aus Sternen und Gas verzerren. Die riesigen Gaswolken in den Galaxien werden jedoch frontal zusammenprallen. Das komprimiert das Gas und löst eine gewaltige Welle der Sternentstehung aus, einen „Starburst“. Der Himmel wird für eine Weile mit Milliarden neuer, heller Sterne leuchten.
Nach mehreren hundert Millionen Jahren des Tanzens, Durchdringens und Umkreisens werden die Kerne der beiden Galaxien schließlich verschmelzen. Das Ergebnis? Eine neue, gigantische elliptische Galaxie, die Astronomen schon „Milkomeda“ getauft haben. Die geordneten Spiralen werden verschwunden sein, ersetzt durch einen riesigen, strukturlosen Ball aus Sternen. Weitere Informationen und beeindruckende Visualisierungen zu diesem Ereignis finden Sie auf der Website der NASA.
Wie entdecken Astronomen überhaupt neue Galaxien der Lokalen Gruppe?
Die Jagd nach neuen Mitgliedern der Lokalen Gruppe ist eine Sisyphusarbeit, besonders bei den extrem leuchtschwachen Zwerggalaxien. Diese „Ultra-Faint Dwarfs“ (UFDs) bestehen nur aus wenigen tausend Sternen, die über einen riesigen Bereich verstreut sind. Sie vom Sternenhintergrund unserer eigenen Galaxie zu unterscheiden, ist eine enorme Herausforderung.
Astronomen verwenden dafür gigantische Himmelsdurchmusterungen wie das Sloan Digital Sky Survey (SDSS). Diese Projekte erstellen unglaublich detaillierte Karten des Himmels. Mit leistungsstarken Algorithmen durchkämmen Forscher diese Datenberge nach kleinen, subtilen Ansammlungen von Sternen. Finden sie einen verdächtigen Haufen, analysieren sie die Sterne genau: ihre Farbe, Helligkeit und vor allem ihre Bewegung. Wenn eine Gruppe von Sternen die gleiche Entfernung hat und sich gemeinsam in die gleiche Richtung bewegt, handelt es sich sehr wahrscheinlich um eine Zwerggalaxie. Diese Methode hat in den letzten zwei Jahrzehnten zu einer wahren Entdeckungsflut geführt.
Warum ist die Erforschung dieser Galaxien so wichtig für uns?
Die Galaxien der Lokalen Gruppe sind weit mehr als nur hübsche Lichtflecke. Sie sind der Schlüssel zu einigen der größten Rätsel des Universums.
- Geheimnis der Dunklen Materie: Die Bewegung der Sterne in Zwerggalaxien und die Bewegung der Galaxien in der Gruppe ergeben nur dann einen Sinn, wenn es eine riesige Menge unsichtbarer Materie gibt – die Dunkle Materie. Die Lokale Gruppe ist unser bestes Labor, um diese mysteriöse Substanz zu untersuchen, die rund 85 % der gesamten Materie im Kosmos ausmacht.
- Galaktische Archäologie: Die kleinsten Zwerggalaxien sind wie lebende Fossilien aus dem frühen Universum. Sie enthalten einige der ältesten Sterne, die wir kennen. Indem wir ihre chemische Zusammensetzung analysieren, blicken wir zurück auf die Bedingungen kurz nach dem Urknall.
- Modelle der Galaxienentstehung: Unsere besten Theorien besagen, dass große Galaxien wie die Milchstraße durch die Verschmelzung unzähliger kleinerer Galaxien entstanden sind. Die Untersuchung der überlebenden Zwerge und der Sternenströme, die sie in unserer Galaxie hinterlassen haben, erlaubt es uns, diesen Prozess direkt zu beobachten und unsere Modelle zu testen.
Unsere kosmische Nachbarschaft ist alles andere als langweilig. Sie ist ein lebendiger, sich wandelnder Ort, der uns die einzigartige Chance gibt, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Galaxien direkt vor unserer Haustür zu erforschen. Von den majestätischen Spiralen der Giganten bis zu den geisterhaften Überresten der kleinsten Zwerge erzählt jede Galaxie einen Teil der großen kosmischen Geschichte – unserer Geschichte.
Häufig gestellte Fragen – Galaxien der Lokalen Gruppe

Wie erkennen Wissenschaftler neue Galaxien in der Lokalen Gruppe?
Neue Galaxien werden durch groß angelegte Himmelsdurchmusterungen entdeckt, bei denen Astronomen nach kleinen, schwach leuchtenden Sternhaufen suchen. Anhand von Bewegungs-, Farb- und Entfernungsanalysen identifizieren sie Zwerggalaxien, die sich als eigenständige Systeme herausstellen.
Was ist die zukünftige Entwicklung der Milchstraße und der Andromeda-Galaxie?
Die Milchstraße und die Andromeda-Galaxie bewegen sich mit über 400.000 km/h aufeinander zu und werden in etwa 4,5 Milliarden Jahren zusammenstoßen und verschmelzen, wobei eine neue, große elliptische Galaxie entsteht.
Welche Hauptgalaxien dominieren die Lokale Gruppe und was kennzeichnet sie?
Die beiden dominierenden Galaxien in der Lokalen Gruppe sind die Andromeda-Galaxie (M31) und die Milchstraße. Andromeda ist die größte und massereichste, etwa 2,5 Millionen Lichtjahre entfernt, und beherbergt schätzungsweise eine Billion Sterne. Die Milchstraße ist eine Balkenspiralgalaxie, in der wir leben, und befindet sich in einem der Spiralarme, dem Orion-Arm.
Was ist die Lokale Galaxiengruppe und warum ist sie für die Astronomie bedeutend?
Die Lokale Gruppe ist eine ansammlung von über 80 bekannten Galaxien, inklusive unserer Milchstraße, und ist für die Astronomie bedeutsam, weil sie die einzige galaktische Gemeinschaft ist, die mit heutigen Mitteln so detailliert erforscht werden kann. Diese Galaxien bieten einen Einblick in Sternentstehungsprozesse, Galaxienentwicklung und die dunkle Materie.
